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Die sehr ungewöhnlich Familie der Therizinosaurier ("Sichelkrallenechsen") schließt die Segnosauria mit ein. Sie lebten in der Kreidezeit und bislang wurden diese Tiere nur in Asien entdeckt. Diese Dinosaurier besitzen einen langen Hals, einen kurzen Schwanz, einen voluminösen Körper und als besonderes Merkmal kräftige Arme mit extrem langen Krallen. Ihre Kiefer besitzen im vorderen Bereich keine, im
hinteren Teil
lange, spitze Zähne. Nach der Definition von Paul Sereno im Jahr 1998, zählen zu den Therizinosauriern alle Dinosaurier näher an Erlikosaurus als an Ornithomimus.
Sie taxonomisch einzuordnen ist ein wenig schwierig, verschiedene Merkmale der Vordergliedmaßen, des Schädels und des Beckens lassen sie klar zu den Theropoden wie
auch zu den Maniraptoren, den nahen Verwandten der Vögel, einordnen. Sie besitzen außerdem Füße mit vier Zehen, ähnlich dem der Prosauropoden. Mitte der 1990er Jahre, nach der Entdeckung von Alxasaurus wurde allgemein akzeptiert, dass Therizinosaurier typische theropode Funktionen besitzen und sie als pflanzenfressende Nachkommen der fleischfressenden Theropoden gelten. Das Verhältnis zwischen
den Therizinosauriern und anderen Theropoden wurde
stark durch die Entdeckung von primitiven Mitglieder der Gruppe wie Beipiaosaurus in den Jahren 1999 und Falcarius im Jahr 2005 geprägt. Die Wissenschaftler beschrieben, dass Falcarius eine Zwischenstufe, eine Art "missing link",
zwischen den räuberischen Maniraptoren und pfanzenfressenden Therizinosauriern darstellt.
Obwohl sie als Theropoden gelten, weisen die Schädel der Therizinosaurier Ähnlichkeiten mit denen von Sauropoden auf. Die Form ihrer Zähne und Backen machen es sehr wahrscheinlich, dass sie allesamt Pflanzenfresser waren. Zu den auffälligsten Merkmalen der Therizinosaurier zählen die gewaltigen Krallen ihrer Händen, sie erreichen Längen von 70 cm beim
Therizinosaurus.
Auch die ungewöhnlichen Bewegungsmöglichkeiten der Vordergliedmaßen erlaubte diesen Tieren Nahrung zu erreichen, die anderen Theropoden verwehrt blieb. Auch dies unterstützt die Idee, dass sie vor allem Pflanzenfresser waren. So konnten sie wahrscheinlich aufgrund der großen Reichweite ihrer stark gekrümmten Krallen belaubte Zweige fassen und biegen, in ähnlicher Art und Weise wie die prähistorischen Boden-Faultiere. Hautabdrücke des Beipiaosaurus deuten
darauf hin, dass Therizinosaurier
ein primitives Federkleid besaßen, die dem des Sinosauropteryx ähnelten.
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