|
|
|
Jura (vor 200 bis 145 Millionen Jahren)
|
|
 |
|
Der Jura
war das Zeitalter, wo der Superkontinent
Pangäa begann, auseinander zu brechen.
Das Klima wurde feuchter, doch es war
immer noch wärmer als heute. Die Zahl
der Dinosaurier vergrößerte sich und neue
Arten erschienen. Die Formation ist nach dem Juragebirge benannt, das sich durch die Schweiz, Frankreich und Deutschland zieht. Dieses Gebirge besteht hauptsächlich aus den Ablagerungen (Sedimenten), die in der geologischen Periode des Jura im damaligen Tethysmeer abgelagert worden sind. Der Jura wird in 3 Epochen und 11 Zeitalter
unterteilt. Eine Übersicht gibt es hier
Zeitalter des Jura
|
 |
|

|
|

|
|
Die
Welt im Jura. Der Superkontinent Pangäa zerbricht, die Erdteile bewegen
sich voneinander weg. Zwei
neue Kontinente entstehen:
Laurasien im Norden und
Gondwana im Süden. Zwischen diesen beiden Kontinenten entstehen neue Ozeane, welche das Klima verändern. Es gibt mehr Niederschläge und die Temperaturen sinken. Waren im Trias Süd- und Nordchina noch Inseln im östlichen Ozean, so sind diese nun im frühen Jura mit dem Superkontinent Pangäa vereint. Zwischen
Nordamerika und Europa sowie
zwischen Europa und Afrika
entstehen große Meere:
das Mittelmeer und der Atlantik.
Trotz dieser Teilung gab es
aber zeitweise eine Landbrücke. Durch die
Feuchtigkeit konnten sich
Pflanzen auch in die Wüstenregionen
ausdehnen und sie in Wälder
aus riesigen Bäumen und
in Landschaften mit Farnen
und anderen niedrig wachsenden
Pflanzen verwandeln.
|
 |
|
Die
Vegetation.
Die Kontinente waren mit einer
üppigeren und formenreicheren Vegetation bedeckt als in der
Trias. In den Wäldern standen Mammutbäume, Kiefern und
Schuppentannen (Bild 1). Die am häufigsten anzutreffenden Pflanzen in Bodennähe waren
Farne und Schachtelhalme. Ein Teil dieser Vegetation bildete
später die Braunkohlenflöze, die zum
Teil heute noch abgebaut werden.
Das feuchtere Klima
führte dazu, daß ein üppig wuchernde
Tropenvegetation entstand. Während des
späten Jura waren in den trockenen Zonen
Farne wie Gleichenien (Bild 2)
weit verbreitet. Auf Bild 3 seht ihr eine Szene mit einer typischen Juralandschaft. Im Vordergrund ist ein Dilophosaurus zu sehen, der sich gut getarnt im Dickicht versteckt. Auch die ersten Blütenpflanzen treten im Jura auf. Die Archaefructus (Bild 4) wuchs im Uferbereich fließender Gewässer.
|

|

|

|

|
|
Bild 1
|
Bild 2
|
Bild 3
|
Bild 4
|
|
 |
|
Die Landfauna.
Im unteren Jura waren Prosauropoden,
Ornithischier und kleine säugerähnliche Reptilien die
vorherrschenden Wirbeltiere. Dies änderte sich, der obere Jura stellt die erste Blütezeit der Dinosaurier dar. Man kann sagen, dass der Jura die Hauptepoche der Dinosaurier war. Hier dominierten die großen Sauropoden wie z.B.
Diplodocus und Scelidosaurus (Bild 5) oder auch Brachiosaurus. Da einige dieser riesigen Tiere täglich bis zu einer Tonne an Futter benötigten und sich in großen Herden bewegten, musste stets ausreichend Futter in der Umgebung vorhanden sein. Lange Hälse und schiere Körpergrösse ermöglichten diesen Dinosauriern, die Kronen von Bäumen
und Pflanzen abzuweiden, welche die kleinere Tiere nicht erreichen
konnten. Auch in Deutschland wurden Fußspuren und Fossilien von Dinosauriern aus der Jurazeit entdeckt. Ein in Deutschland
entdeckter Raubsaurier des Jura ist Juravenator (Bild 6), der 1998 im Solnhofener Plattenkalk gefunden wurde. Große Fleischfresser wie Allosaurus waren die natürlichen Feinde der Sauropoden, kleinere Coelurosaurier wie Ornitholestes
jagten im Unterholz nach Insekten, Kleinsäugern und Eidechsen.
|

|

|
|
Bild 5
|
Bild 6
|
|
 |
|
Fauna der Luft.
Der Luftraum wurde von den Flugsauriern
(Pterosauriern) beherrscht, die sich mit Hilfe ihrer Hautflügel fortbewegten.
Diese waren jedoch noch nicht so groß wie die Flugsaurier der Kreidezeit. Viele dieser Pterosaurier wie Anurognathus (Bild 7) besaßen spitze Zähne, mit denen sie im Flug Insekten oder Fische fangen konnten. Einige Arten der Flugsaurier (Rhamphorhynchoidea) besaßen einen langen Schwanz mit einem rautenähnlichen Ende,
welcher als Höhenruder und zur Balance diente. Einer anderen Gruppe, den Pterodactyloidea,
fehlte dieses Merkmal. Der Archaeopteryx (Bild 8) war
ein
Vorläufer der heutigen Vögel, er besaß Federn und Flügel, hat aber noch wie die Dinosaurier Finger mit Krallen und einen Kiefer mit Zähnen statt eines richtigen Schnabels. Er konnte wohl bereits Gleitflüge von Bäumen aus unternehmen, allerdings nicht vom
Boden aus nach oben fliegen. Entdeckt wurde auch er in Solnhofen.
|

|

|
|
Bild 7
|
Bild 8
|
|
 |
|
Meeresfauna.
Die Nothosaurier und die Placondontier sind ausgestorben, die Ichthyosaurier jedoch überlebten. Sie lebten mit den Meereskrokodilen, deren Gliedmaßen sich zu Flossen entwickelt hatten, in den riesigen Flachmeeren. Zu den am meisten verbreiteten Meereswirbeltieren im Jura gehörten die
Plesiosaurier (Bild 9), die wie die Seelöwen durch die Gewässer
wanderten und die Pliosaurier. Gegen Ende des Jura begann die Zahl der Ichthyosaurier
und Meereskrokodile zurückzugehen.
|

|
|
Bild 9
|
|
 |
|
|
|