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Das Wissen über Dinosaurier basiert hauptsächlich durch Fossilien. Der Begriff ist von dem lateinischen Wort fodere (graben, ausgraben) abgeleitet. Als Fossil wird eine Spur vergangenen Lebens bezeichnet, welches sich im Stein erhalten hat. Und es ist gar nicht so häufig, dass der Kadaver eines Tieres fossiliert. Diese werden normalerrweise rasch durch Bakterien, Aaasfresser und Umweltbedingungen zerstört. Nur wenn der Kadaver schnell
mit Sediment bedeckt wird, etwa durch einen Sandsturm, Schlick oder Schlamm, bleibt zumindest das Skelett des Tieres erhalten (Bild 1). Daher sind Funde aus dem Meer auch häufiger als die von an Land lebenden Tieren. Besonders selten sind Hautstrukturen erhalten geblieben (Bild 2)
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Bild 1: Fossil
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Bild 2: Hautstruktur
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Wenn das tote Tier von Sedimenten bedeckt war, verweste das Fleisch. Nur Zähne und Knochen blieben erhalten. Im Laufe der Jahrtausende legten sich Ablagerungen in Schichten über dem Skelett ab. Diese Schichten bildeten durch den entstehenden Druck dann Lehm oder Schiefer, Schlamm- oder Sandstein. In den Hohlräumen der Knochen lagerten sich Mineralien ab, durch weiter fortschreitende Prozesse wurde dann auch die Knochensubstanz selbst aus den Mineralien
neu gebildet.
Doch auch Funde von Fußspuren (Bild 3) und Dinosauriereiern und -nestern (Bild 4) sowie versteinerte Exkremente (sogenannte Koprolithen) und auch Magensteine liefern viele Hinweise auf das Leben der Dinosaurier. Rückschlüsse auf das Leben und Verhalten der heutigen Tiere bieten den Forschern ebenfalls Informationen zur Lebensweise, Ernährung, Aussehen und Verhalten der Saurier.
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Bild 3: Fußspuren
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Bild 4: Dinosaurier Nest
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Woher die Dinosaurier kamen, wird von den Wissenschaftlern zwar noch immer diskutiert, doch scheint sich Südamerika und hier besonders Argentinien als die Wiege der Dinosaurier heraus zu kristallisieren, da es aus Argentinien die ältesten Funde gibt. Leben gibt es auf der Erde schon seit etwa 3,2 Millarden Jahren. Einfache Einzeller waren die ersten Organismen, aus denen sich einige riesige Vielfalt von Arten entwickelte. Die ersten Lungenfische kamen
vor etwa 370 Millionen Jahren an Land, sie waren die Ahnen aller an Land lebenden Amphibien und Reptilien, auch die Säugetiere entwickelten sich aus säugetierähnlichen Reptilien.
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Bild 5: Hyperodapedon
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Bild 6: Postosuchus
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Bild 7: Lagosuchus
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An Land lebten die Rhynchosaurier wie Hyperodapedon (Bild 5), dies waren Pflanzenfresser mit kräftigen Hinterbeinen, mit denen diese Tiere graben konnten und mit einem papageienähnlichen Schnabel sowie die fleischfressenden Archosaurier wie der Postosuchus (Bild 6), die auch Thekodontier (Wurzelzahner) genannt werden. Einige Tiere liefen wie die Krokodile mit seitlich abgespreizten Gliedmaßen, andere waren "halbe" Spreizgänger und konnten sich
zeitweise zu einem geraden
Gang aufrichten Doch einige leicht gebaute Thekodontier entwickelten den aufrechten Gang und einige Arten waren auch in der Lage, rasch auf den Hinterbeinen zu laufen. Der kleine Lagosuchus (Bild 7) aus Argentinien bildet die Grenze der voll entwickelten gestrecktlaufenden aufrechten Gangart der Thekodontier und den beiden Gruppen, die sich aus diesen entwickelten: die Dinosaurier und die Flugreptilien, die Pterosaurier.
Auf den folgenden Seiten findet ihr nun weitere Informationen über Dinosaurier, in acht Sektionen
aufgeteilt: Die Entdeckung
der Saurier, ihr Sozialverhalten,
Theorien über das Aussterben,
die Klassifizierung
der Arten, ihre Ernährung
und ihr Aussehen, die Beschreibung
ihrer
Biologie sowie einige Rekorde wie Größe, Gewicht und Länge.
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